Ihr Browser untersützt kein Javascript! Bitte aktivieren Sie dies, um die Website nutzen zu können.

Your browser dose not support JavaScript! Please activate it to use this website.

Ferdinand-von-Miller-Realschule Fürstenfeldbruck

+++ Aktuelles zum Coronavirus +++

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird der Unterrichtsbetrieb an der Schule ab Montag, den 16. März, bis einschließlich der Osterferien eingestellt. Ausführliche Informationen erhalten Sie demnächst in einem Rundschreiben per FVM-Portal.

Ferdinand von Miller

Jede Schule braucht einen Namen

Unsere Schule wurde nach Ferdinand von Miller benannt, einem bedeutenden bayerischen Erzgießer, der unter anderem als Inspektor der Königlichen Erzgießerei in München die Bavaria-Statue schuf. Diese Statue kannst du heute noch an der Theresienwiese bewundern.

Am 18. Oktober 1813, erblickte Ferdinand als Sohn des Uhrmachermeisters Anton Miller und dessen Frau Maria Stiglmaier in Fürstenfeldbruck das Licht der Welt. Seine Kindheit verlebte er in einfachsten Verhältnissen. Ferdinands Onkel Johann Baptist Stiglmaier, Graveur an der königlichen Münzanstalt in München, war es, der das Leben des Kindes entscheidend prägte und dessen Vorbild wurde. Stundenlang lauschte er seinen Geschichten und schaute ihm und weiteren Verwandten immer wieder beim Zinngießen zu.

Mit zehn Jahren gaben ihn die Eltern zu seinem Onkel nach München, wo er zunächst die Bürgerschule besuchte. Mit dreizehn Jahren wurde er in die Lehre zu einem Goldschmied gegeben. Nach sechsjähriger Lehrzeit durfte er die Feiertagsschule in München besuchen. Inzwischen hatte sein Onkel die Leitung der neu gegründeten königlichen Erzgießerei übernommen, wo Ferdinand nach dem Ende seiner Ausbildung als Ziseleur tätig war. Stiglmaier schickte seinen Neffen schließlich nach Paris, wo er wichtiges Wissen über die Kunst des Erzgießens erwerben sollte. Dort wurde aus Miller ein Mann mit starkem Selbstbewusstsein und vielfältiger Erfahrung. Nach seiner Rückkehr nach München ernannte ihn sein Onkel zum Gießereiverwalter. Das neue Gehalt ermöglichte Ferdinand nun die Hochzeit mit der Landshuter Beamtentochter Anna Pösl, die ihm 14 Kinder gebar. Nach dem Tod von seinem Onkel 1844 wurde Miller von König Ludwig I. zum Inspektor der Gießerei ernannt. Der erste Guss unter seiner Leitung war die Bavaria. Mehrere Jahre brauchte er allein für den Kopf des Standbildes.

1850 wurde die Bavaria, die damals größte Statue der Welt, auf der Theresienwiese feierlich enthüllt und in aller Welt gerühmt. Damit war die Erzgießerei auf der Höhe ihres Ruhmes angelangt. 1851 wurde Ferdinand als Ritter von Miller in den persönlichen bayerischen Adelsstand erhoben. Nach weiteren Erfolgen auf der Londoner Weltausstellung gingen in der Erzgießerei Bestellungen auf Bestellungen ein. So stammen beispielsweise das eherne Tor des Kapitols in Washington D.C. und zahlreiche Statuen in Städten, wie New York, Caracas oder dem heutigen Istanbul, aus der Erzgießerei in München. Auch das berühmte Doppelstandbild von Goethe und Schiller in Weimar und das Reiterstandbild Kaiser Friedrichs III. auf der Museumsinsel in Berlin sind nur einige Beispiele für Werke aus der Münchner Erzgießerei, die Miller 1878 vom Staat erwarb.

Miller war auch Delegierter im Bayerischen Landtag sowie im Reichstag und erhielt zahlreiche in- und ausländische Ehrungen und Verleihungen, unter anderem die Ehrenbürgerwürde der Städte München, Fürstenfeldbruck und Weimar. 1875 wurde er in den bayerischen erblichen Adelsstand erhoben. Das Lebenswerk Ferdinand von Millers fand seinen Abschluss und seine Krönung in der Enthüllung der Germania-Statue auf dem Niederwalde 1883. Am 11. Februar 1887 starb Ferdinand in München. Auch nach seinem Tode wurden dem Erzgießer noch zahlreiche Ehrungen zuteil. 1909 ernannte ihn die Dresdner Kunstakademie zum Ehrenmitglied. 1914 fand seine Büste Aufstellung in der Ruhmeshalle in München und nicht zuletzt wurde unsere Schule nach ihm benannt.